ÄSTHETISCHE
CHIRURGIE

OBERLID- UND UNTERLIDSTRAFFUNG

Die Oberlidstraffung (Oberlidblepharoplastik) erfolgt bei einem Hautüberschuss am Oberlid (‚Schlupflider’) bzw. bei abgesunkenen Augenbrauen in Kombination mit einem Augenbrauenlifting.

Bei der Oberlidstraffung wird ein Haut-Muskelstreifen sowie ein kleines Fettdepot am Augeninnenwinkel entfernt. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung, mit oder ohne Dämmerschlaf.

Die Unterlidstraffung (Unterlidblepharoplastik) kann entweder von innen, ohne sichtbare äußere Narbe oder über einen äußeren Hautschnitt durchgeführt werden. Die passende Operationsmethode wird mit dem Patienten selbstverständlich ausführlich besprochen. Beide Methoden werden in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf durchgeführt.

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Ich empfehle Patienten, sich für diesen Eingriff mindestens 7 -10 Tage Urlaub zu nehmen. Der Straffungseffekt hält ca. 5 bis 7 Jahre. Danach können erneut altersbedingte Veränderungen auftreten. Ein weitere Korrektur ist kein Problem.

BODY CONTOURING

Operationen wie die Bauchdeckenstraffung, Oberschenkelstraffung, Oberarmstraffung und das Bodylift zählen zum sogenannten „Body Contouring“ (Körperformungsoperationen). Es handelt sich dabei um Eingriffe, bei denen ein starker Haut- bzw. Weichteilüberschuss operativ entfernt wird. Speziell nach einer Schwangerschaft oder nach einem starken Gewichtsverlust bleibt häufig ein Gewebeüberschuss zurück, der vom Patienten als äußerst störend empfunden wird.

Eine zusätzliche Fettabsaugung kann zu einem besseren postoperativen Ergebnis führen.

Viele Möglichkeiten des Body Contourings

Eine der häufigsten Straffungsoperationen ist die Bauchdeckenstraffung. Wir unterscheiden zwischen der kleinen (Mini-Abdominoplastik) und der großen Bauchdeckenstraffung. In der Erstuntersuchung wird die geeignete Methode festgelegt.

Beim Bodylift werden mehrere Regionen gleichzeitig gestrafft. Das obere Bodylift umfasst eine Brust- und Oberarmstraffung, das untere eine Straffung von Bauch, Flanken, Gesäß und Oberschenkeln.

Alle Straffungsoperationen erfolgen in Vollnarkose. Nach der Operation bleiben die Patienten 1 bis 2 Tage stationär. Es sollte Kompressionswäsche für mindestens 8 Wochen getragen werden. 6 Wochen lang kein Sport.

FETTABSAUGUNG (LIPOSUKTION)

Bei störenden, überschüssigen oder unproportionalen Fettablagerungen kann eine Fettabsaugung (Liposuktion) durchgeführt werden.

Prinzipiell ist eine Fettabsaugung an allen Körperstellen möglich, wo Fettgewebe zu finden ist. Bevorzugte Körperareale sind der Bauch, die Flanken („love handles“) und die Oberschenkel („Reiterhosen“). Mit einem speziellen Absaugsystem werden die überschüssigen Fettzellen aus ihrem Verband gelöst und anschließend abgesaugt. Es können mehrere Liter Fett während einer Operation entfernt werden.

Der Eingriff erfolgt meist in Vollnarkose. Postoperativ empfiehlt es sich, Kompressionswäsche für 3 Monate zu tragen. Kein Sport für 6-8 Wochen.

GYNAKOMASTIE

Ein Mann mit Gynäkomastie leidet unter einer beidseitigen Vergrößerung seiner Brust. Dies kann verschiedene Ursachen haben.

Während bei einem Neugeborenen, in der Pubertät oder im hohen Alter eine Gynäkomastie physiologisch ist, gibt es auch pathologische Formen. Denen liegt entweder eine hormonelle Störung oder eine andere Erkrankung (z.B. ein Tumor) zugrunde. Eine Gynäkomastie kann auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten. In jedem Fall sollte man die Ursache klären.

Wenn überschüssiges Fett die Ursache der Gynäkomastie ist, erfolgt eine Liposuktion. Ist vermehrtes Drüsengewebe die Ursache, wird dieses über einen kleinen Schnitt im Bereich des Warzenvorhofes entfernt.

Eine einseitige Gynäkomastie kann ein Hinweis auf eine Tumorerkrankung sein (z.B: Brustkrebs beim Mann). Eine genaue Abklärung ist unbedingt erforderlich!

Die Behandlung erfolgt in Vollnarkose. Ein Brustgurt muss mindestens 14 Tage getragen werden. Keine sportlichen Betätigungen mit Belastungen der Brustregion für 4-6 Wochen.

SCHAMLIPPENKORREKTUR (LABIENKORREKTUR)

Immer mehr Frauen wünschen eine Verkleinerung der inneren Schamlippen, die ihnen als viel zu groß und damit ästhetisch störend erscheinen. Auch können zu große Schamlippen bei bestimmten Sportarten (Radsport) unangenehm sein.

Meiner Erfahrung nach ist der Entschluss zu einer Schamlippenkorrektur nicht einfach. Es handelt sich hierbei um ein sensibles Thema, das oft mit Schamgefühlen verbunden ist. Ein einfühlsames und für die Patientin diskretes Gespräch ist besonders wichtig.

Ziel einer Schamlippenkorrektur ist meist eine Verkleinerung der inneren Schamlippen, um diese in Form und Größe den äußeren anzupassen. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung mit einem Dämmerschlaf oder in Vollnarkose.

Die häufigsten Komplikationen nach einer Schamlippenkorrektur sind Hämatombildung und Wundheilungsstörungen. Patientinnen sollten eine Woche Regeneration einplanen. Sportkarenz wird für 4-6 Wochen empfohlen.

WIEDERHERSTELLUNG

Narbenkorrektur

Es gibt eine funktionelle und eine ästhetische Narbenkorrektur. Beiden Form ist gemein, dass nur bei einer reifen Narbe ein gutes Korrekturresultat erzielt werden kann. Eine reife Narbe hat ihre Rötung verloren, juckt und schmerzt nicht mehr, ist geschmeidig, abgeblasst und liegt im Hautniveau.

Funktionelle Narben führen zu Bewegungseinschränkungen von Gelenken. Nach Verbrennungen z.B. bilden sich häufig funktionelle Narben am Ellbogen-, Schulter- und Kniegelenk.

Man spricht von einer ästhetischen Narbenkorrektur, wenn bei intakter Funktion und stabiler Narbe allein der ästhetische Aspekt verbessert werden soll. Auch machen ästhetische Korrekturen nur bei reifen Narben Sinn. Ein zu frühes Eingreifen in den Reparaturprozess des Körpers führt langfristig zu keiner ästhetischen Verbesserung des Narbenbildes.

Die beste ästhetische Narbenkorrektur ist die Zeit

Es gibt unterschiedliche Methoden zur Narbenkorrektur. Neben chirurgischen Methoden (Z-Plastik, Lappenplastik, Dermabrasio, Needling) können auch konservative eingesetzt werden (Narbenmassage, Narbenpflaster, Kortison, Bestrahlung).

Muttermale

Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko für bösartige Hautveränderungen, wie z.B. ein Melanom oder ein Basaliom (weißer Hautkrebs). Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei einem Hautarzt sind daher wichtig.

Anzeichen einer bösartigen Veränderung sind schnelle Größenzunahme des Tumors (über 5mm), Rötung, Jucken, unscharfe Bergrenzung, unregelmäßige Pigmentierung und Erhabenheit.

Lieber einmal zu oft zur Kontrolle

Im Zweifelsfall sollte eine unklare Hautveränderung chirurgisch entfernt und histopathologisch aufgearbeitet werden.