FAQ

INFORMIEREN SIE SICH UNVERBINDLICH

Einige Patienten haben mehr Angst vor der Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) als vor dem operativen Eingriff selbst. Diese Angst liegt meiner Meinung nach darin begründet, dass Patienten bei einer Vollnarkose nicht bei Bewusstsein sind und dadurch die Kontrolle über das Geschehen verlieren.

Freigabe durch Hausarzt oder Internisten

Um ihnen dennoch ein sicheres Gefühl zu geben, werden alle Patienten vor einer Operation von einem Internisten oder ihrem Hausarzt auf mögliche Operationsrisiken untersucht und anschließend für den geplanten Eingriff freigegeben. Alle Operationen in Vollnarkose werden im Sanatorium Kettenbrücke durchgeführt. Dort steht ein Team hochprofessioneller Anästhestisten mit langjähriger Erfahrung zur Verfügung.

Einige Operationen können in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf durchgeführt werden. Der Dämmerschlaf ist ein „tiefer Schlaf“, bei dem der Patient nicht bei vollem Bewusstsein ist. Er kann sich nach dem Eingriff an kaum etwas erinnern. Während der Behandlung ist der Patient vollkommen schmerzfrei. Die für den Dämmerschlaf verabreichten Medikamente wirken angstlösend und entspannend. Dennoch ist der Patient zu jedem Zeitpunkt ansprechbar und kann sich äußern.

Begleitperson für Behandlung mit Dämmerschlaf

Nach einer Operation im Dämmerschlaf darf der Patient nicht selbst mit dem Auto nach Hause fahren, keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen oder auf ein Fahrrad steigen. Wir empfehlen Patienten, eine Begleitperson mitzunehmen, die sie anschließend sicher nach Hause bringt.

Ich vertrete die Meinung, eine Operation ist erfolgreich, wenn der Patient natürlich und frisch aussieht. Deshalb ist es besonders wichtig, jeden einzelnen Patienten in seiner Gesamtheit zu betrachten, auf seine Wünsche und Vorstellungen einzugehen und einen individuellen Behandlungsplan zusammenzustellen.

Nicht jede Behandlung ist für jeden Patienten geeignet

Es kommt auch vor, dass ich bestimmte Behandlungen oder Operationen bei einem Patienten gutheiße, bei einem anderen jedoch aus bestimmten Gründen davon abrate.

Narben bleiben ein Leben lang. Narbengewebe ist minderwertiges Gewebe, das bei normaler Narbenentwicklung zunächst rot erscheint, nach 12 bis 18 Monaten schließlich verblasst.

Es gibt auch eine überschießende Narbenbildung (hypertrophe Narben, Keloide). Diese Narben zeigen im reifen Zustand eine deutliche Rötung, jucken und sind erhaben.

Narben mit Salben oder Silikon behandeln

Ab der dritten Woche nach der Operation kann man mit der Narbenpflege beginnen. Dazu massiert man die Narbe mit einer fetthaltigen Salbe zweimal täglich. Es gibt auch Narbenpflaster mit Silikon. Silikon hält das Gewebe weich und befeuchtet es.

Die Anzahl der Fettzellen im Körper wird in der Kindheit festgelegt. Von da an bleibt sie gleich, nur die Größe der Zellen kann variieren. Bei großer Gewichtszunahme (ab 20kg) teilen sich Fettzellen und nehmen an Menge zu. Diäten verringern nicht die Menge, sondern nur die Größe der Fettzellen (Jojo-Effekt).

Nur eine Fettabsaugung reduziert die Anzahl der Fettzellen!

Eine Fettabsaugung ist kein Freibrief für übermäßiges Essen

Nach einer Liposuktion empfehle ich eine grundlegende Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.

Die Lebensdauer von Silikonimplantaten beträgt im Durchschnitt 10 Jahre. Es gibt aber viele Patienten, die ihre Implantate länger haben (20-30 Jahre), bevor diese ausgetauscht werden.

Lassen Sie Implantate regelmäßig untersuchen

Der häufigste Grund für einen Implantatwechsel ist eine Kapselfibrose. Auch ein Implantatleck oder ein Implantatslipping können der Grund für einen erneuten Brusteingriff sein. Regelmäßige Untersuchungen der Implantate mit Ultraschall beugen unangenehmen Überraschungen vor.

Immer wieder hört man, dass Silikonimplantate das Brustkrebsrisiko erhöhen. In den USA wurden sie deshalb zu Beginn der 90-er Jahre vom Markt genommen und durch Kochsalzimplantate ersetzt.

Studien bestätigen das erhöhte Brustkrebsrisiko nicht

Die Diagnostik von Brustkrebs wird durch Silikonimplantete etwas erschwert. Es gibt jedoch mit Ultraschall, Mammografie und MRI drei hochwertige Untersuchungsmethoden zur Erkennung von Brustkrebs.