Oberlid- und Unterlidstraffung

       

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Kleine Veränderungen, die mit der Zeit entstehen, kann man gerade im Gesicht gut erkennen. Mit den Jahren verliert die Haut Spannung, das Bindegewebe erschlafft. Schnell wirken wir dadurch gestresst, müde und erschöpft. Durch kleine Eingriffe, wie Ober- und Unterlidstraffungen, sieht unsere Haut wieder frisch, jung, gesund aber immer noch natürlich aus. Ober- und Unterlidstraffung zählen bei uns zu den beliebtesten „chirurgischen“ Eingriffen. Dass am Ende aber ein perfektes Ergebnis und ein glücklicher Patient herauskommen, sind ästhetische Sorgfalt und chirurgisches Know-How sehr wichtig.

Oberlidstraffung

Die Oberlidstraffung erfolgt bei einem Hautüberschuss am Oberlid (‚Schlupflider’) bzw. bei abgesunkenen Augenbrauen in Kombination mit einem Augenbrauenlifting. Bei der Oberlidstraffung wird ein Haut-Muskelstreifen sowie ein kleines Fettdepot am Augeninnenwinkel entfernt. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung, mit oder ohne Dämmerschlaf.

Unterlidstraffung

Die Unterlidstraffung kann entweder von innen, ohne sichtbare äußere Narbe oder über einen äußeren Hautschnitt durchgeführt werden. Die passende Operationsmethode wird mit dem Patienten selbstverständlich ausführlich besprochen. Beide Methoden werden in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf durchgeführt.

Question & Answer

1. Wie ist das Vorgehen bei einer Augenlidstraffung?
Bei der Oberlidstraffung wird ein Haut-Muskelstreifen sowie ein kleines Fettdepot am Augeninnenwinkel entfernt. Die Unterlidstraffung kann entweder von innen, ohne sichtbare äußere Narbe oder über einen äußeren Hautschnitt durchgeführt werden.

2. Was sind Schlupflider? Wie entstehen sie?
Als Schlupflider bezeichnet man überschüssige Haut an den Oberlidern, die optisch zu einem „schweren“, „müden“ Blick führen bzw. zu funktionellen Einschränkungen (Gesichtsfeldeinschränkung). Meistens treten Schlupflider so ab dem 50. LJ auf. Es gibt aber durchaus auch jüngere Patienten/-innen (um das 30. LJ)

3. Wann macht eine Oberlidstraffung Sinn?
Aus medizinischer (nicht-ästhetischer) Sicht sollte dann eine Lidstraffung in Betracht gezogen werden, sobald funktionelle Einschränkungen auftreten. Darunter versteht man eine Gesichtsfeldeinschränkung. Diese spielt zum Beispiel beim Autofahren eine Rolle; ist das Gesichtsfeld eingeengt sieht der Betroffene oft weitere Verkehrsteilnehmer (von hinten kommend/seitlich) verspätet! Aus ästhetischen Gründen kann eine Oberlidstraffung jederzeit durchgeführt werden – außer es ist postoperativ mit funktionellen Einbußen zu rechnen.

4. Wie lange hält das Operationsergebnis?
Durchschnittlich 7-10 Jahre; zum Teil auch deutlich länger.
Je älter der Patient/die Patientin beim Ersteingriff ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass kein Zweiteingriff vorgenommen werden muss.

5. Wie sieht der postoperative Verlauf aus?
Je nach Beruf empfehle ich meinen Patienten 7-14 Tage Ruhezeit. 7 Tage nach der Operation kommen die Patienten/Patientinnen zur Nahtentfernng. Nach 14 Tagen ist die Wundheilung abgeschlossen und es kann mit der Narbenpflege begonnen werden. Um die 3./4. Woche ist leichte, körperliche Betätigung erlaubt (Walken, schwimmen). Auf anstrengenderen Sport soll 4-6 Wochen verzichtet werden. Schminken und das Tragen von Kontaktlinsen erst ab der 6. Woche.

6. Kosten
Ich schicke meine Patienten zum Augenarzt um eine Gesichtsfeldmessung durchführen zu lassen. Bei gemessenen, funktionellen Einschränkungen übernimmt die Krankenkasse im Normal die Kosten für eine Operation (Cave: allgemeine KK vs. Zusatzversicherung). Bei einem Wahlarzt übernimmt die KK nur Zusatzversicherten.
Oberlidstraffung sind prinzipiell ambulant in der Praxis oder tagesklinisch (keine Übernachtung) im Privatsanatorium möglich.